Stella 1 – Eine fast perfekte Insel

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Ich mag Geschichten über Freundschaft und bunt gemischte Charaktere, die sich ergänzen, zusammen lachen und füreinander einstehen. Tapfere, kleine Gesellen, die mir durch ihre vielen, kurzen Abenteuer den Tag versüßen. Und ganz wichtig: Ich mag Eulen.

Mit „Stella“ ist für mich ein neuer Stern am Himmel der „Angry Birds“ aufgegangen. Allein durch ihr niedliches, rosafarbenes Design hat sie meine Aufmerksamkeit erregt. Wie sie immerzu bestrebt ist, trotz ihrer leicht zynischen und hochgradig impulsiven Art ihre kleine Eulentruppe bei Laune zu halten, hat bei mir mitten ins Schwarze getroffen.

Gemeinsam mit ihren kleinen Freunden macht Stella Golden Island unsicher. Der Comic besteht aus mehreren kleinen Kurzgeschichten, was das Lesen für zwischendurch sehr attraktiv gestaltet. Die vielen Episoden sind als leichte und unbeschwerte Unterhaltung gedacht und erfüllen ihren Zweck wirklich toll. Der niedliche und kindliche Stil den einige von „Angry Birds“ bereits gewohnt sein dürften, enthält Witz, Weisheit und deutlich reiferen Humor als er vermuten lässt.

Die Klischees sind wunderbar unter den Freunden verteilt. Es gibt den Wissenschaftler, den Künstler, den Musiker, das Nesthäkchen und schließlich das Herz des Ganzen, unsere Stella. Der klassische Bösewicht ist auf Golden Island selbstverständlich auch vertreten. Er oder besser sie treibt auf der anderen Seite des Vulkans ihr Unwesen. Eine nicht ganz so helle Leuchte namens Prinzessin Gale, welche die Truppe mit ihrer immer währenden Suche nach einem ominösen goldenen Ei stets auf Trab hält.

Die unheilvolle Gefolgschaft der bösen Prinzessin schließt sich aus den mehr oder weniger boshaften „Piggies“ zusammen. Für einige aus dem Videospiel „Angry Birds“ vielleicht bereits bekannt. Nicht unerwähnt bleibt auch die frühere, enge Freundschaft zwischen Stella und der Prinzessin. Gemeinsam teilen sie glückliche Kindheitserinnerungen, auch wenn die Meinungen darüber heute nicht mehr ganz übereinstimmen.

Dank des nerdigen und mitunter erwachsenen Humors möchte ich „Stella“ unbedingt auch älteren Lesern ans Herz legen. Und wer meint hier gäbe es nichts mehr zu lernen, der hat sich geschnitten. In kurzen Sachtexten erklären uns die kleinen Eulenkinder erstmal richtig wie der Hase läuft. Ich freue mich schon auf viele neue Geschichten der quirligen Truppe.

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